Arbeitskreis leitender Psycholog*innen 2021

Wie jedes Jahr lädt die Deutsche Gesellschaft für Suchtpsychologie im Herbst 2021 zu einem Arbeitskreis Leitender Psycholog:innen aus Suchtfacheinrichtungen ein, dieses Jahr für Mittwoch, den 17. November in die MEDIAN Klinik Odenwald, Ernst-Ludwig-Straße 101-115 in 64747 Breuberg. Die Teilnahme ist für Mitglieder der dg sps kostenfrei, Nicht-Mitglieder der dg sps zahlen eine Teilnahmegebühr von 50,-€.

 

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Deutscher Suchtkongress 2021 findet virtuell statt

Der Deutsche Suchtkongress 2021 wird aufgrund der Pandemiesituation unter Federführung der DG-Sucht rein virtuell vom 13.-15.09. stattfinden. Als Plenary-speaker werden u.a. Prof. Wayne Hall zu Auswirkungen der Cannabis-legalisierung in den USA, Prof. Lisa Najavits zu Sucht und Trauma, Prof. Richard Rosenthal zu Lehren aus der Opioid-Krise in den USA und Prof. Irmgard Vogt zu Gender und Sucht referieren (https://www.deutschersuchtkongress.de/programm/plenarvortraege.html). Das Gesamtprogramm wird voraussichtlich Anfang August auf der Kongresswebsite www.deutschersuchtkongress.de veröffentlicht.

 

Nachruf auf Peter Missel

Peter Missel

Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut

1952-2019

1. Vorsitzender dg sps 2015-2019

 

Peter Missel starb am 20.07.2019 nach längerer und schwerer Krankheit. Bis zuletzt hofften seine Familie und seine Freunde und Kollegen bei jedem Anzeichen einer möglichen Besserung und letztlich vergebens. Mit seinem Tod trifft die Suchthilfe und Behandlungsszene in Deutschland ein herber Verlust – Peter Missel war über sein fast 40jähriges Wirken als Leitender Psychologe und Psychotherapeut in der heutigen MEDIAN Kliniken Daun (Am Rosenberg, Thommener Höhe und Altburg) hinaus im besten Sinne als Lobbyist und Gestalter einer fachlich kompetenten, menschlich respektvollen und empirisch fundierten Suchtbehandlung engagiert und wirksam.

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Dringender Appell: Aufrechterhaltung der ambulanten und stationären Suchtkrankenversorgung

Gemeinsame Presseerklärung von Fachgesellschaften und Verbänden der Suchtkrankenbehandlung

In der bedrohlichen Situation der aktuellen SARS-CoV-2 Pandemie sind alle Beteiligten des Gesundheitssystems gefordert zusammenzustehen und die Krise gemeinsam zu bewältigen. Die Kapazitätserweiterung für die Versorgung schwerst an Covid 19 Erkrankter hat dabei derzeit höchste Priorität. Die Einrichtungen der Suchtkrankenversorgung mit ihren Rehabilitationskliniken sind selbstverständlich bereit ihren Beitrag hierzu zu leisten. Aber auch die Behandlung und Versorgung aller anderen Erkrankten muss, soweit es geht, weiterhin durchführbar sein.

Suchtkranke, die zumeist an weiteren, teils schweren psychischen und somatischen Erkrankungen leiden, sind dabei in der derzeitigen Notsituation besonderen Risiken ausgesetzt. Sie sind auf ein funktionierendes Suchtkrankenversorgungsnetz angewiesen.

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Resolution zur ambulanten Psychotherapie bei alkoholbezogenen Störungen

Bei dem Treffen der Psychotherapeutenverbände GK II am 05.05.2018 in Würzburg wurde folgende von der Deutschen Gesellschaft für Suchtpsychologie (dg sps) eingebrachte „Resolution zur ambulanten Psychotherapie bei alkoholbezogenen Störungen“ in der Kurzfassung mit einer kleinen Änderung einstimmig verabschiedet. Sie lautet in der verabschiedeten Form:

Resolution zur ambulanten Psychotherapie bei alkoholbezogenen Störungen

Ambulante Psychotherapie soll Patienten mit alkoholbezogenen Störungen (gesundheitlich riskanter Konsum, schädlicher Konsum, Abhängigkeitssyndrom) im Rahmen der Psychotherapie-Richtlinien häufiger angeboten werden

Früherkennung und Frühintervention bei alkoholbezogenen Störungen sind wichtige Anwendungsfelder ambulanter Psychotherapie auch im Kontext der Behandlung begleitender anderer psychischer Störungen. 

Die psychotherapeutische Behandlung ist auch bei Vorliegen eines Abhängigkeitssyndroms bei ausreichender Abstinenzfähigkeit (z.B. nach einer Entzugs- oder Entwöhnungsbehandlung) ein weiteres wichtiges Anwendungsfeld zur Aufrechterhaltung der Abstinenz und zur Behandlung komorbider psychischer Störungen.

Die im GKII zusammengeschlossenen psychotherapeutischen Fachgesellschaften unterstützen das Anliegen der Deutschen Gesellschaft für Suchtpsychologie, die Behandlung von Patienten mit alkoholbezogenen Störungen in psychotherapeutischen Praxen zu fördern.

Aus Sicht der dg sps stellt die Resolution einen wichtigen Schritt zur Verankerung der Behandlung von Patienten mit alkoholbezogenen Störungen in der Profession selbst bzw. in der ambulanten Richtlinien-Psychotherapie dar.